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Ein Erfahrungsbericht von Franziska Birker (EF / 2017-18)

In den Sommerferien nahm ich vom 07.08. bis zum 17.08.2017 an der JuniorAkademie teil. Dies ist ein Förderprogramm für besonders motivierte Schülerinnen und Schüler der 8. oder 9. Klasse, das jährlich an drei verschiedenen Standorten in NRW stattfindet und für das man von seiner Schule vorgeschlagen werden kann. Bei der Bewerbung konnte man zwischen verschiedenen Kursen wählen. Ich entschied mich für den englischsprachigen Kurs “Investigating the physical universe“ in Ostbevern im Münsterland. Auf der Loburg in Ostbevern wurden noch die anderen englischsprachigen Kurse „Biomimicry“ und „Nanotechnology“ angeboten. Zu meiner großen Freude wurde ich als eine von 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in meinem favorisierten Kurs ausgewählt.

Murmelbahn

Der Tagesablauf sah ungefähr so aus: Um halb sieben konnte man Frühsport machen; wir gingen zum Beispiel joggen, haben Volleyball gespielt, oder Yoga gemacht. Nach dem Frühstück fing um neun das Kursprogramm an. Von halb eins bis viertel vor zwei gab es Mittagessen. Dann fand eine Chorprobe für alle statt und um vier trafen wir uns nochmal bis sechs Uhr in unseren Kursen. Nach dem Abendessen boten die Schüler selbst sogenannte „kursübergreifende Angebote“ an. Jeder Teilnehmer musste so ein „KüA“ anbieten. Die Auswahl reichte von Fremdsprachen bis hin zu Einradfahren oder Cheerleading.

Während des Kurses arbeiteten wir an diversen Projekten. Am ersten Tag trugen wir unsere “Pre-Course-Presentations“ vor, die wir zuhause vorbereitet hatten. Vor der JuniorAkademie gab es bereits ein Internet-Forum, in dem man das Thema seiner Präsentation aussuchen und sich mit anderen Teilnehmern austauschen konnte. In den folgenden Tagen beschäftigten wir uns mit der Physik der Achterbahnen und bauten dazu eine Murmelachterbahn, um dann aus Messwerten die Geschwindigkeiten und Energien der Murmeln zu berechnen. Darüber hinaus gab es ein Projekt, bei dem wir in Gruppenarbeit das Verhalten von Bierschaum untersuchten.

Am fünften Tag gab es einen sogenannten “Rotation day“. Dieser diente dazu, einen Einblick in die Projekte der anderen Kurse zu erhalten. Man rotierte von Raum zu Raum und erfuhr überall etwas Neues. So haben die Teilnehmer der anderen Kurse uns beispielsweise den Lotuseffekt nähergebracht.

Viel zu schnell ging die Akademie zu Ende. Am letzten Tag stand die “final presentation“ an, bei der jeder Kurs seine Ergebnisse vorstellte. Ich durfte einen selbstgetexteten Physik-Rap vortragen. Der Chor sang, einige Reden wurden gehalten und die Teilnehmer bekamen feierlich ihre Zertifikate überreicht. Beim Abschied waren alle sehr traurig und es wurden sogar einige Tränen verdrückt.

Ich würde die JuniorAkademie auf jeden Fall wärmstens weiterempfehlen, da ich trotz des vollen Programms sehr viel Spaß hatte und mich mit zahlreichen Gleichgesinnten austauschen konnte. Die Lernatmosphäre war sehr angenehm und die 5 ½ Stunden Unterricht pro Tag vergingen wie im Flug. Ich habe viele neue Freunde gefunden, die ähnliche Interessen haben und mit denen ich bestimmt noch lange in Kontakt stehen werde. Es waren zehn unvergessliche Tage, die zu den schönsten und interessantesten meines bisherigen Lebens gehören. Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich bei Herrn Brauweiler, durch dessen Engagement und Empfehlung ich diese tolle Erfahrung machen durfte.