Philosophie

Im Fach "Praktische Philosophie" erwerben die Schüler Kompetenzen, die sie befähigen, sich zu sich selbst und zu ihrer Umwelt angemessen reflektiert zu verhalten. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Kompetenzen.
  1. Personale Kompetenz: Entwicklung einer Persönlichkeit mit reflektierter Wertbindung
  2. Soziale Kompetenz: Respektvoller und kritischer Umgang mit Anderen und Übernahme sozialer Verantwortung
  3. Sachkompetenz: Erfassen, Verstehen und Beurteilen der Inhalte und Gegenstände des Faches
  4. Methodenkompetenz: Anwendung fachspezifischer und fachunabhängiger Arbeitstechniken.
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Philosophie respektive Praktische Philosophie (so heißt das Fach in der Sekundarstufe I) wird am Clara-Schumann-Gymnasium - das ist eine Besonderheit unserer Schule - in allen Jahrgangsstufen unterrichtet.
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Wenn sich auch das Fach Philosophie von anderen Fächern dadurch unterscheidet, dass es nicht primär darum geht, bestimmte Sachverhalte zu lernen, so ist es doch falsch, anzunehmen, es werde in Philosophie nur angenehm geplaudert ("Laberfach"), aber nichts Substanzielles gelernt. Wie in anderen Fächern auch werden im Philosophieunterricht  Kompetenzen erworben. Wesentliche Kompetenzbereiche des Philosophieunterrichts sind die folgenden:

  • Philosophische Texte verstehen und ihren Inhalt strukturiert darstellen können.

Dazu gehört z. B.:

> das dem Text zugrunde liegende Problem, sein Anliegen und seine zentrale These formulieren,

>  die wesentlichen Aussagen eines Textes in eigenen Worten sachgerecht zusammenfassen,

>  den Argumentationsgang eines Textes in seinen einzelnen Schritten darstellen und ihren gedanklichen Stellenwert (durch Angabe der treffenden performativen Verben) bestimmen.

  • Philosophische Positionen erklären und auf andere Kontexte übertragen / anwenden können.

Dazu gehört z. B.:

>  im Unterricht erarbeitete philosophische Positionen ohne Textgrundlage in einer schlüssigen gedanklichen Abfolge darstellen,

>  Denkvoraussetzungen von philosophischen Positionen und verwendete Methoden zu ihrer Begründung beschreiben,

>  die wesentlichen Aussagen einer philosophischen Position in einem neuen Kontext sachgemäß entfalten und sie auf diesen anwenden (Leitfrage: Was würde Kant zu Fall X sagen?).

  • Philosophische Positionen vergleichen und ihre Tragfähigkeit / Plausibilität beurteilen können.

Dazu gehört z. B.:

>  Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen philosophischen Positionen auf einer angemessenen Abstraktionsebene bestimmen und erklären,

>  den Beitrag einer philosophischen Position zur Problemlösung (auch im Vergleich mit anderen Positionen) bestimmen und ihre Reichweite / Erklärungskraft (etwa durch Aufweis der Folgen) kritisch einschätzen,

>  die innere Schlüssigkeit (Köhärenz) einer philosophischen Position bzw. Argumentation prüfen.

  • Philosophische Probleme auf angemessener Abstraktionsebene erfassen und dazu eine eigene begründete Position entwickeln können.

Dazu gehört z. B.:

>  in Fallbeispielen die philosophischen Fragestellungen erkennen und benennen,

>  zu philosophischen Problemständen selbst passende Beispiele finden,

>  eine eigene begründete Position zu einem philosophischen Problem argumentativ schlüssig formulieren (z. B. in einem Essay) und dabei auf originelle eigene Gedanken zurückgreifen.

  • Dialogisch bzw. dialektisch argumentieren können (nicht nur Meinungen äußern).

Dazu gehört z. B.:

>  selbst Thesen äußern und sie mit prinzipiellen Argumenten und Beispielen begründen,

>  sich mit seinen Thesen und Argumenten auf andere Positionen argumentierend beziehen,

>  mit den eigenen Argumenten den gedanklichen roten Faden eines philosophischen Gesprächs (Diskurs) treffen und weiterführen.

  • Wichtige Fachmethoden kennen und selbstständig anwenden können.

Dazu gehört z. B.:

>  Begriffe definitorisch bestimmen und ihre Beziehung untereinander klären,

>  diverse Methoden zur Erschließung philosophischer Texte kennen und funktional anwenden,

>  Vorgegebene oder selbst erfundene Gedankenexperimente durchspielen und in ihrem Beitrag zur Abklärung eines philosophischen Problems bestimmen.

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Die Unterrichtsinhalte im Fach Fach "Praktische Philosophie" sind in insgesamt sieben so genannte Fragenkreise eingeteilt, denen verschiedene inhaltliche Schwerpunkte zugeordnet sind. In einer Doppeljahrgangsstufe (5/6, 7/8/9) müssen alle sieben Fragenkreise behandelt werden.
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Das Wort 'Philosophie' bedeutet - aus dem Altgriechischen übersetzt - soviel wie "Liebe zur Weisheit". Mit dieser Übersetzung ist allerdings wenig gewonnen, denn was bedeutet es nun, die Weisheit zu lieben? Hilfreicher ist es, sich die Probleme anzusehen, die in der Philosophie diskutiert werden. So erfährt man zumindest, womit sich Philosophen in der Praxis beschäftigen.